Wenn das Hundetraining manchmal nicht klappt

Wenn das Hundetraining manchmal nicht klappt

Machen wir eventuell Verknüpfungsfehler?

In dieser Podcast Episode beantworten wir dir deine Frage, warum das Training mit deinem Hund nicht immer funktioniert. Höre gern rein um mehr über die verschiedenen Möglichkeiten zu erfahren oder lies das Transkript.

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Wenn das Hundetraining manchmal nicht klappt

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Transkript zur Podcast Episode

#39 Wenn das Hundetraining manchmal nicht klappt – Machen wir eventuell Verknüpfungsfehler?

 

[00:00] – Anja

Hallo und schön, dass du wieder reinhörst.
Anne wird dir heute eine Frage beantworten, die wir des Öfteren zugeschickt bekommen.

Also Anne, wie lautet diese Frage?

[00:15] – Anne

 

Warum funktioniert das Training zehnmal und dann wieder nicht?

 

[00:21] – Anja

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, warum das der Fall ist. Magst du mit uns da genauer hinschauen?

[00:30] – Anne

 

Grund Nummer 1 – Du hast es nicht verknüpft

 

Grund Nummer eins, warum dein Hund das nicht kann. Du hast es nicht verknüpft. Er hat es nicht verknüpft. Es war Zufall, dass es die Male davor funktioniert hat. Er hat etwas anderes verstanden, als du denkst, dass er verstanden hat.

Ein gutes Beispiel ist das Laufen an lockerer Leine. Das Laufen an lockerer Leine ist für unsere Hunde mega, mega komplex. Unsere Hunde verknüpfen, wenn wir ihnen Verhalten beibringen, Bewegungen beibringen, die sie hinterher auf Signal, in dem Fall ist die Leine das Signal, ausführen sollen, verknüpfen sie spezifische Bewegungen mit Konsequenzen, Belohnungen, Verstärkungen oder Strafen. Wenn wir etwas verstärken, wenn wir etwas belohnen, dann wird es mehr. Wenn wir es strafen, wird es weniger.

Wenn das Hundetraining manchmal nicht klappt

[01:23] – Anja

Das setzt ja voraus, dass der Hund es willentlich macht, also dass er das bewusst macht.

[01:28] – Anne

Dazu gleich mehr. Das ist nämlich der zweite Grund, warum es nicht funktionieren könnte. Das Laufen an der lockeren Leine z.B. ist super, super schwierig, weil dem Hund erst einmal bewusst werden muss, dass es nicht eine Bewegung ist, sondern dass es das Kriterium der durchhängende Leine ist, das er einhalten soll. Manchmal läuft er dabei ja vorwärts, hat den Kopf unten, manchmal oben, manchmal bleibt er stehen, manchmal schnüffelt er. Und das sind ja ganz, ganz viele Bewegungen, die in Ordnung sind.

Das heißt, er kann nicht wie z.B. bei einem Dreh dich zur Seite herausfinden – ah es ist nur die Kopfbewegung. Und ganz, ganz oft ist es so, dass wir den Hunden es einfach nicht richtig beigebracht haben.

Weiteres gutes Beispiel ist es, wenn du z.B. in der Welpenstunde ganz klassisch das Sitz über den Fingerzeig nach oben, Futter in der Hand wird über die Nase vom Hund geführt. Der Hund geht dem Leckerlie nach, dann setzt er sich irgendwann hin, um den Keks zu kriegen. Er setzt sich hin, kriegt den Keks. Dann kannst du das auf diese Art und Weise aufbauen, wenn du früh genug z.B. anfängst dass Lockmittel ausschleichen lässt, die Zeigegeste ausschleichen lässt, wenn du es hinterher auch über ein Wort machen willst etc.

Häufig machen wir aber an der Stelle Verknüpfungsfehler oder wir trainieren in einem Umfeld, wo der Hund gar nicht konkret mitbekommt, was wir wollen. Dann kann er es hinterher nicht. Dies ist Trainingsfehler Nummer eins! Er kann es gar nicht verknüpfen. Er hat was anderes verknüpft. Wir haben es ihm nicht vernünftig beigebracht. Deswegen klappt es hier und da, aus Zufall, aber es klappt eben nicht immer.

[03:18] – Anja

Kommen wir zur:

 

Möglichkeit Nummer 2 – Wir haben es nicht richtig generalisiert

 

[03:24] – Anne

Was heißt das?

Hunde sind totale Kontextlerner. Das heißt, Hunde lernen das komplette Setting mit. Und zu diesem Setting, zu diesem Kontext gehören nicht nur äußere Faktoren:

  • Wer ist dabei?
  • In welcher Umwelt sind wir?
  • Wie spannend sind die?

Sondern auch innere Faktoren wie z.B. ist die Erregungslage. Und wenn du immer nur auf einem niedrigen Erregungslevel übst, weil ja Erregung etwas ganz schlimmes ist und wir alle den super entspannenden Hund wollen, dann wird dein Hund es auf hohen Erregungslevel nicht ausüben können.

Dies bedeutet, wir haben dann nicht vernünftig generalisiert. Mein Lieblingsbeispiel sind an der Stelle Matheformeln oder Vokabeln. Ich war echt jemand in der Schule, dem das Lernen leicht gefallen ist, der sich nie besonders angestrengt hat und dem das gereicht hat, wenn er so durchgekommen ist. Und trotzdem, wenn ich gelernt habe und ich habe brav in der Schule aufgepasst, habe die Formel verstanden, den Satz des Pythagoras verstanden. Kennt ihr das noch? Ihr sitzt zuhause. Ihr seid euch ganz sicher, habt es verstanden. Und dann sitzt ihr vor dem Schulheft und denkt. Fuck! Keine Ahnung, wie das ging. Es ist weg. Das liegt daran, wenn wir immer nur in einem Kontext üben, wenn wir immer nur in einer Situation üben.

Wenn du z.B. immer nur an Stramme Leine übst, wird der Hund nicht im Freilauf auf die Signale reagieren können, weil der Kontext der Stramme Leine fehlt. Das heißt, Generalisierung bedeutet, an möglichst vielen Faktoren in der Umwelt zu schrauben, auch im Hund und bei dir zu schrauben. Aber immer in Nuancen, nicht alles gleichzeitig. Nicht jetzt machen wir Hundeplatz, dann machen wir Garten, dann machen wir Hausflur und so weiter, sondern in Nuancen dran zu feilen, dass sich Dinge verändern z.B. Hey, das klappt hier super gut in diesem Setting. Er hat es jetzt zweimal richtig gemacht und dann fahren wir mal die Erregung hoch. Spielen mal, machen mal Vollgas, machen eine Pause und dann machen wir es wieder, mit einem anderen Erregungslevel, mit einer anderen Lage.

Wenn das Hundetraining manchmal nicht klappt

[05:40] – Anja

Du siehst, bei der Generalisierungen gibt’s doch einiges zu beachten.

 

Der Trainingsfehler Nummer drei ist, dass du entweder zu viel oder zu wenig trainierst

 

[05:52] – Anne

Also der Hund lernt es zwar. Er hat es zehnmal hintereinander gemacht, aber die zehnmal hintereinander waren direkt hintereinander. Das heißt, du trainierst nicht täglich im Alltag, ganz nebenbei, sondern du hast in deinen Kopf etwas von Schulstunde, erledigt, Schulstunde, erledigt. Lernen lebt von Überraschungen und wenn du willst, dass Signale später gut funktionieren, auch außerhalb der Trainingssituation, dann ist es super super wichtig, dass du immer mal wieder ganz nebenbei trainierst. Training und Alltag gar nicht so krass trennst, sondern die beiden quasi parallel zueinander gleichzeitig ablaufen.

Das ist ein Grund, weshalb ich keinen Hundeplatz hab. Manchmal denke ich mir, für das Team wär es jetzt echt schön, wir hätten so ein Safety Ort und könnten erst einmal ganz sicher anfangen. Aber im Großen und Ganzen ist die Verlockung, viel zu groß, dort erst einmal alles zu trainieren, nicht in die Umwelt zu gehen und damit eben auch ganz, ganz klar Vorteile zu verlieren.

[07:03] – Anja

Ein häufiger Grund, der uns auch begegnet ist, dass wir nicht wissen, wie Hunde lernen bzw. wir auch nicht verstehen, wie das Gehirn funktioniert.

[07:18] – Anne

Und das wir von unseren Hunden Dinge erwarten, die sie in der Sekunde gar nicht umsetzen können. Was meine ich damit? Wenn du ein Signal aufgebaut hast, wir bleiben Mal beim SITZ, beim Klassiker sozusagen. Dann hat dein Hund das Wissen, was SITZ bedeutet, hier vorne in der Großhirnrinde abgelegt. Das heißt, der Reiz muss bis dahin durchkommen. Dann sagt die Großhirnrinde – Ja, die hat SITZ gesagt, „SITZ  – heißt Du musst den Körperschwerpunkt nach hinten nehmen. Du musst die Knie einknicken. Du musst den Po zum Boden bringen. Du musst dort so und so lange verweilen. Und wenn du das schaffst, dann bekommst du die und die Konsequenz, Belohnung. Strafe bleibt aus“.

Wie auch immer.

  • Wenn aber der Hund extrem erregt ist,
  • wenn der Hund stark frustriert ist,
  • wenn der Hund stark gehemmt ist,
  • wenn der Hund stark gestresst ist,

wenn also irgendwelche Dinge stärker aktiv sind, die in den tieferen Hirnregionen, dem limbischen System, das sogenannte emotionale Zentrum und dem Stammhirn, indem die überlebensnotwendigen Funktionen geregelt werden. Wenn die ganz aktiv sind, weil der Hund z.B. sagt – Stopp, es ist grad scheiß egal, ob ich die Leine über den Rücken bekomme oder einen Keks bekomme, etwas anderes ist viel, viel wichtiger. Ich muss nämlich gerade überleben, zum Beispiel. Das kann manchmal in Situationen der Fall sein, wo wir sagen “ Was?, hier ist doch gar nix“. Warum auch immer. Ist ja erstmal egal. Dann kommt der Hund nicht an das Wissen hier vorne.

Dasselbe gilt in der Jugendentwicklung. Deswegen macht weder unser Schulsystem noch ein Hundeschulsystem mit Welpenstunde, Junghundestunde etc., wo immer mehr anstatt Forderungen gestellt werden sinn. Iin der Jugendentwicklung ist dieser Gehirnbereich hier vorne der denken soll und der für die sogenannte Signaldiskriminierung zu entscheiden, hat sie da gerade SITZ oder FUSS gesagt und was bedeutet das eigentlich, der ist dann nicht aktiv. Das heißt, der Hund kommt an dieses Wissen gar nicht dran. Und das immer nicht, wenn gerade Emotionen sehr stark aktiv sind.

Wenn überlebenswichtige Prozesse, Stress, Frustration, Angst etc. aktiv sind oder die Erregung so hoch ist, dass der Hund nicht mehr klar denken kann, sondern mehr oder weniger rein emotional und reflexiv handelt. Dasselbe gilt übrigens, wenn Impulskontrolle z.B. aufgebracht ist. Der kommt hier vorne an das Wissen nicht mehr dran und deswegen kann er das dann nicht.

Wenn das Hundetraining manchmal nicht klappt

[10:15] – Anja

Was kann ich jetzt tun?

 

Training vielfältig, schön, angenehm & lustig gestalten

 

[10:17] – Anne

Erstens, Pausen machen.

Zweitens, Training vielfältig, schön, angenehm, lustig gestalten und mehr oder weniger permanent in den Alltag einfließen lassen. Ohne zum Küchenradio zu werden und eine Dauerschleife zu sein.

Wir waren heute morgen 1 Stunde 20 Minuten Gassi, hier hat es über Nacht gefroren. Das Wild war sehr aktiv. Wir haben 5 oder 6 wichtige Signale, einfach mal während des Spaziergangs geübt. Mein Umorientierungssignal, dass x Leckerchen Spiel haben wir heute morgen gemacht, weil die Mini sehr aufgeregt war. Wir haben Rückruf einmal kurz geübt, also wirklich jeweils eine Wiederholung. Wir haben ein Signal, das heißt – Hey, es geht hier entlang – geübt und wir haben An- und Ableinen geübt und das war’s. So, das waren 1 Stunde 20 Minuten. Ansonsten habe ich meine Hunde so viel wie möglich machen lassen und habe wirklich geschaut –  Hey, was ist gerade für uns in diesem, in diesem Umfeld das Wichtigste zu trainieren.

  • Was brauche ich hier?
  • Was kann ich hier jetzt gut trainieren?
  • Wo hab ich vielleicht noch einen Trainingsdefizit, das ich nutzen kann.

Und das mache ich ganz gezielt. Wenn du mit deinem Hund anfängst, sowas wie z.B. das Umorientierungssignal oder die Reaktion auf den Namen, die ja im Prinzip das gleiche ist, zehnmal hintereinander zu üben, dann steigt das Gehirn aus. Das will Überraschungen, das will Abwechslung, aber gepaart mit Sicherheit. Und diese Balance heißt es hinzukriegen. Und darüber heißt es dann auch zu generalisieren.

Ich habe heute morgen z.B. Umorientierungssignal geübt, als die Erregung gerade super hoch war. Ich hab mich ja mal mit einer minimalen Reaktion zufrieden gegeben und hab die sehr hochwertig belohnt, damit in Zukunft bei diesem super hohen Erregungslevel das Gehirn eine bessere Entscheidungsmöglichkeit hat zu sagen  – Hey stopp,

  • das können wir schon.
  • Das wissen wir.
  • Das machen wir mit.
  • Das hat sich gelohnt.
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[12:16] – Anja

Das sind also alles Gründe, warum der Hund, wenn man doch etwas schon x mal gemacht hat, es doch plötzlich nicht mehr kann. Und dann gibt’s ja auch noch andere Gründe, wie bestimmte Entwicklungsphasen, die Jugendentwicklung, das Alter oder auch Schmerzen.

Die haben ja auch einen Einfluss. Wenn der Hund sich in so einer Phase befindet, dann ist ja quasi das Gehirn auf Autopilot und der Hund kann einfach in der Situation das gewünschte Verhalten nicht zeigen.

[12:51] – Anne

Und dazu gehört häufig auch das Thema „Mehrhundehaltung“, ich habe viele Hundehalter, wo z.B. der Rückruf mit einem Hund super funktionierte mit dem anderen nicht. Dann haben die zwei Hunde kleine Konflikte miteinander, vielleicht auch um Futter. Der Rückruf wurde viel mit Futter aufgebaut und verknüpft. Jetzt steht der eine Hund schon beim Menschen und der andere Hund sagt – Ah, ich kann da nicht hingehen, sonst kriegts Streit – und dann funktioniert der Rückruf nicht mehr. Und solche Sachen dann herauszufinden, wirklich auseinanderzunehmen dafür macht man Trainingsanalysen. Dafür braucht es Video, braucht es Reflexion, solche Sachen.

[13:28] – Anja

Sehr gut.

Das sind also die häufigsten Gründe, die uns begegnen.

Anne, hast du noch etwas ganz Wichtiges hinzuzufügen?

[13:37] – Anne

 

Ich habe jetzt noch zwei Hinweise für dich

 

Eine Sache hat mich diese Woche echt ein bisschen getriggert und da möchte ich dich bitten, mal für dich zu reflektieren, ob du auch dazu neigst. Ganz oft werde ich um Tipps oder Ratschläge gebeten. Und dann sage ich was oder es sagt jemand aus meinem Team was und dann kommt ein, „Das funktioniert in der Situation nicht“.

Nein, natürlich nicht. Wir fangen doch nicht in der Situation an zu trainieren, wo es vollkommen zu spät ist. Training heißt doch in den Alltag integrierte Übungen für den Ernstfall. Und egal ob du Spitzensportler bist, ob du Unternehmer bist, ob du Rettungssanitäter oder sonst was bist, 90 Prozent der Zeit heißt es Training. Also vorbereiten für den Ernstfall, vorbereiten für den Ernstfall, vorbereiten für den Ernstfall! Ernstfall möglichst gar nicht aufkommen lassen. Und 10 Prozent der Fälle heißt es Wettkampf.

Ernstfall, was auch immer, das heißt. Wenn das Verhältnis bei dir nicht stimmt, dann wird in der Zeit nichts funktionieren. Nicht mehr ansprechbar ist genau so einen Fall, wo ich sage

  • Warum ist der Hund nicht mehr ansprechbar?
  • Was bedeutet für dich nicht mehr ansprechbar?
  • Kann der nicht mehr hören?
  • Sind die Ohren verstopft?
  • Oder zeigt er einfach nur nicht die Reaktionen, die du erwartest?
  • Welche Reaktionen erwartest du denn?
Wenn das Hundetraining manchmal nicht klappt

Trainiere sie und trainiere sie zu 90 Prozent in verschiedensten Situationen, die nicht der Ernstfall sind, damit sie im Ernstfall funktionieren. Die 90 Prozent dürfen alle, ein paar kleine Komponenten des Ernstfall haben, aber sie sind bitte nicht der Ernstfall. Und wenn ihr wollt, dass eure Hunde mit euch ein erfülltes Bedürfnis befriedigt, das Leben haben und nicht nur ein gegenseitiges Gezerre ist, dann packt euer Leben an und schaut, dass ihr das Training gut ins Leben, in den Alltag integriert bekommt.

Denn ich habe das Gefühl, der häufigste Fehler, der mir begegnet ist, wir honorieren nicht, wenn es gut läuft. Sondern wir fokussieren uns darauf, wenn es schlecht läuft und wundern uns dann, wenn es nicht funktioniert. Wenn du 90 Prozent deiner Zeit ins Training investiert hast, dann hast du, wenn unverhoffte Situationen auftreten, ein Potpourri in deiner Tasche. Es ist egal, wenn es noch nicht perfekt funktioniert. Aber fang an zu trainieren und guck dir an, wann, wie, wo treten die unverhofften Situationen denn auf? Kannst du da was anpassen? Was brauchst du dafür, damit die funktionieren? Ich fange z.B. total gerne mit der Kehrtwendungen an, erst mal rausgehen aus der Situation. Trainiere das, trainiere das, trainiere das und am Schluss ist es dann so wie Autofahren.

 

Du kannst niemals verhindern, dass wenn du alles richtig machst:

 

  • jemand anders sich doof verhält,
  • dass jemand anders in dich rein knallt,
  • dass irgendwo ein Baum umgefallen ist oder
  • sonst was dir die Situation entgleist.

Wenn dir das aber täglich passiert, wöchentlich passiert, alle zwei Tage passiert, dann sollte man den Fahrstil überprüfen. Ich finde man  kann das ganz gut mit Auto oder Fahrradfahren vergleichen, weil  vorausschauendes Handeln und Denken notwendig ist. Trotzdem begeben wir uns, immer wenn wir uns in die Umwelt begeben, in eine Gefahr. Nur kann ich mir aussuchen, ob ich als totaler Anfänger, der immer nur auf dem Land Auto fährt und sich bei das erste Mal in die Berliner Innenstadt mit dem Auto wage oder ob ich sag – nö, das spare ich mir, da suche ich mir andere Wege.

[17:51] – Anja

Wir verlinken dir natürlich alle Informationen in den Shownotes. Wir freuen uns, wenn du im Blog vorbei liest, dich für unseren Newsletter anmeldest und natürlich, hör mal wieder rein.

 

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