Die Magie des Entspannungstrainings

Die Magie des Entspannungstrainings

Wie du deinen Hund bei der Entspannung unterst√ľtzen kannst

In dieser Podcast Episode widmen wir uns dem breiten Thema der Entspannung.

Erfahre:

  • Was der Unterschied zwischen Ruhe und Entspannung ist.
  • Was Routinen und Sicherheit mit Entspannung zu tun haben.
  • Weshalb du beides unabh√§ngig von einander trainieren solltest.
  • Wie Entspannung entsteht und warum sie nicht erzwungen werden kann.

Wenn du deinem Hund mehr Sicherheit schenken m√∂chtest, melde dich jetzt zu unserem kostenfreien Mini-Kurs an! „Vom Problemhund zum besten Freund“ an.

Wir laden dich ein, Teil der „Anders mit Hund“ Community zu werden und Trainingsinspirationen, Tipps und Austausch mitzugestalten und zu erleben. Komm dazu gern in unsere Facebook-Gruppe. (Bitte beachte, dass wir dich nur freischalten, wenn du die 3 Fragen beantwortest.)
Folge uns auch gern auf Facebook und Instagram.
Die Magie des Entspannungstrainings

Hier kannst du den Podcast ‚ÄěAnders mit Hund‚Äú mit Anja Landler & Anne Bucher abonnieren:

Meine besten Tipps, Tricks und Ideen direkt in Dein Postfach.

Trage dich hier zu meinem Newsletter ein und erhalte ungefähr wöchentlich E-Mails mit Anregungen, Angeboten und wertvollen Inhalten als Dankeschön. Details zum Newsletterversand findest du in der Datenschutzerklärung.

Hinweis zur Datenverarbeitung in den USA

Deine Anmeldedaten, deren Protokollierung, der Mailversand, sowie statistische Auswertungen des Leseverhaltens, werden √ľber ActiveCampaign (USA) verarbeitet. Nach der Rechtsprechung des EuGH (Urteil vom 16.07.2020, Az.: C-311/18 (‚ÄěSchrems II‚Äú)) besteht in den USA kein angemessenes Datenschutzniveau. Ferner kann es in den USA zu staatlichen √úberwachungsma√ünahmen¬† kommen, bei denen kein hinreichender Rechtsschutz gegen diese Ma√ünahmen in Anspruch genommen werden kann. Die Datenverarbeitung in den USA im Zusammenhang mit meinem Newsletter basiert insoweit auf deiner Einwilligung i.S.d. Art. 49 Abs. 1 lit. a) DSGVO. Du kannst deine Einwilligung jederzeit mit Wirkung f√ľr die Zukunft widerrufen.

Transkript zur Podcast Episode:

#19 Die Magie des Entspannungstrainings
Wie du deinen Hund bei der Entspannung unterst√ľtzen kannst.¬†

[00:00:00] – Anja

Ich freue mich, dass du uns heute wieder zuhörst und lade dich auf eine gedankliche Reise zum Thema Entspannung mit uns ein. Dieses Thema ist etwas, das sehr viele Erwartungen und Hoffnungen mit sich bringt. Anne, beim Thema Hund und Entspannung: Welche Erfahrungen hast du in der Erwartungshaltung der Hundehalter?

[00:00:32] – Anne

Meine Erfahrung ist, dass die Menschen von ihrem Hund eigentlich einen dauerentspannten Modus erwarten, wenn er nicht gerade irgendwie f√ľr sie Dummytraining oder etwas anderes tun soll. Und, dass sie ganz h√§ufig Entspannung gleichsetzen mit dem Hund, der auf seinem Platz liegt, mit dem Hund, der auf seiner Decke liegt, der ruhig neben ihnen sitzt oder brav neben ihnen l√§uft.

[00:01:07] – Anja

Wenn du sagst, Hundehalter setzen die Entspannung gleich mit einem ruhigen Verhalten. Welchen Ratschlag kannst du da mitgeben?

[00:01:17] – Anne

Ich w√ľrde das Ganze voneinander trennen:¬†

Entspannung ist etwas, was entsteht, was wir auch beeinflussen k√∂nnen. Was jedoch vor allen Dingen dadurch entsteht, dass wir uns sicher f√ľhlen, dass wir uns gut f√ľhlen. Dass uns die Situation nicht bedr√§ngt, dass uns die Situation auch nicht unbedingt einschr√§nkt oder stresst. Und dann entsteht Entspannung im Prinzip von alleine.¬†

Wir k√∂nnen sie auch nochmal trainieren: Wir k√∂nnen nat√ľrlich Techniken trainieren, die dem Hund helfen, in die Entspannung zu kommen. So wie wir als Menschen z.B. uns darin √ľben k√∂nnen, wenn wir angespannt sind:

  • tief ein und einfach mal auszuatmen.
  • die Schultern nochmal hochzuziehen und wieder fallen zu lassen.
  • die F√§uste nochmal zu ballen und dann locker zu lassen.¬†

Also nochmal ganz bewusst anzuspannen, um sich dann zu entspannen. So können wir das mit dem Hund auch trainieren. 

Viele kennen da die isometrischen Übungen aus der Physiotherapie. Die basieren im Prinzip auf dem Konzept der progressiven Muskelentspannung. Erst mal anspannen, dann entspannen.  

Wenn ich ein ruhiges Verhalten vom Hund w√ľnsche, Also z.B.:

  • sitzen auf der Decke.
  • liegen auf der Decke.
  • neben mir sitzen, w√§hrend ich mich mit dem Nachbarn unterhalte.
  • ruhig an anderen Hunden vorbeigehen.¬†

Dann w√ľrde ich den Fokus darauf legen, dieses ruhige Verhalten zu trainieren und auch wirklich gut zu verst√§rken. Je sauberer ich trainiere, je mehr ich √ľber Verst√§rkung trainiere, je klarer ich in meiner Kommunikation bin und je eindeutiger es f√ľr den Hund wird, dass das eine Bew√§ltigungsstrategie ist, die sich lohnt, die sich gut anf√ľhlt, desto entspannter wird er ganz automatisch.¬†

An der Stelle w√ľrde ich also Entspannung, Entspannungstraining, Entspannungsma√ünahmen nur dann einsetzen, wenn ich in einer Situation bin, die brenzlig ist, in die ich irgendwie reingekommen bin, um sie kurzzeitig zu entsch√§rfen.

[00:03:17] – Anja

Jetzt ist es so, dass das Wort Training ja sehr oft mit Arbeit verbunden ist und eigentlich mit dem Gegenteil von Entspannung, aber du hast es schon gut zusammengefasst, wie tatsächlich auch Entspannung trainiert werden kann. Magst du da noch ein paar Worte zu diesem Aspekt sagen?

[00:03:37] – Anne

Entspannungstraining bedeutet f√ľr uns, dass wir mit dem Hund √ľben, dass er an bestimmten Dingen erkennt, dass er sicher ist, dass er seine Erregung absenken kann, dass er sich nicht mehr so absichern braucht oder es sogar darf und dass wir dar√ľber Entspannung herstellen.¬†

Ich finde es ganz wichtig, an der Stelle zu wissen, was ist Entspannung denn eigentlich? 

Entspannung ist nämlich eigentlich das Absenken der Sympathikus-Aktivität und das Aktivieren der Parasympathikus- Aktivität und damit Regeneration herstellen. 

Entspannung und Training schlie√üen sich nicht unbedingt aus. Wenn f√ľr dich Training nicht gleich Aufmerksamkeit vom Hund auf dich, Aktion und Gehorsam ist. Sondern wenn du sagst: ‚ÄúTraining bedeutet f√ľr mich, etwas zu √ľben.‚ÄĚ

Wir k√∂nnen √ľben einer hohen Erregung St√ľck f√ľr St√ľck in eine niedrigere zu gleiten. Dieses von der hohen Erregung in die niedrigere zu gleiten, k√∂nnen wir Menschen stimulieren. Wir k√∂nnen den Hund dabei unterst√ľtzen. Wir k√∂nnen mit ihm anfangs isometrische √úbungen oder Massagen machen. Wir k√∂nnen mit ihm T√§tigkeiten machen, die das Erregungslevel absenken. Und diese Sachen k√∂nnen wir nat√ľrlich auch mit einem Setting, mit einem Wort, mit einem Geruch, mit verschiedenen Reizen verkn√ľpfen, die wir dann in brenzligen Situationen wieder hervorholen.

[00:05:18] – Anja

Entspannung ist also die M√∂glichkeit, die Anspannung im K√∂rper zu regulieren. Und wir haben als Menschen die M√∂glichkeit, Werkzeuge zu nutzen, damit der Hund es lernt. Und ist es denn auch ein Ziel, dass der Hund dann ein St√ľck weit selber schafft in diesen Zustand zu kommen?

[00:05:40] – Anne

Das muss ganz dringend das Ziel sein. Denn dieser Zustand kommt ja automatisch, wenn der Hund befriedigte Bed√ľrfnisse hat. Wenn der Hund sich sicher f√ľhlt, wenn er in der Balance ist, dann wird er sich automatisch entspannen, wenn er nicht krank ist.¬†

Es ist also immer das Ziel, dass der Hund das schafft. Dass unsere Unterst√ľtzung nur daf√ľr da ist, so zu wirken, wie ein guter Freund, der dir die Hand auf die Schulter legt und sagt : ‚ÄúHey, jetzt atme mal durch. Komm mal runter.‚Ä̬† Und auch da wissen wir, wenn wir gerade total auf Strom und angespannt sind. Dass das nicht bei jedem gut ankommt und ein pl√∂tzliches Hand auf die Schulter legen schon gar nicht,

Sondern dass es daf√ľr bestimmte Mechanismen braucht, damit uns das wirklich gut tut.¬†

Wir haben z.B. bei uns in der Familie so ein Ritual, wo wir uns dann angucken und fragen: ‚ÄúEinfach mal dr√ľcken?‚ÄĚ. Und wenn der andere ‚ÄúJa‚ÄĚ sagt, dann dr√ľckt man sich. Aber man macht das nicht einfach, wenn der andere angespannt ist, ohne das vorher abzustimmen.¬†

K√ľndige es an und stimme es mit ihm ab. Gib ihm auch die M√∂glichkeit, wegzugehen. Und damit das Ganze hier nicht zu theoretisch wird, m√∂chte ich dir an der Stelle zwei praktische, konkrete Sachen sagen.¬†

  1. Ank√ľndigen ist einfach: Du sagst deinem Hund etwas, z.B. Anfassen‚ÄĚ, atmest selber 1-2x¬† tief durch, sodass dein Hund ca. 2 Sekunden Pause zwischen der Ank√ľndigung und deiner Bewegung hat. Und wenn er sich in der Zeit zur√ľckzieht, dann l√§chelst du ihn an. Lobst ihn, aber fasst ihn nicht an. Umgekehrt, wenn er das nicht tut und er bleibt da, dann darfst du ihn anfassen.¬†

  2. Ich w√ľrde das auch machen, dass ich anbiete, dass er zu mir kommen kann, wenn er angespannt ist und ich N√§he anbieten m√∂chte. Bei uns ist das das Signal ‚ÄúKuscheln?‚ÄĚ und dann knie ich mich hin. Das hei√üt, ich sage „M√∂chtest du kuscheln?“, knie mich hin und warte, ob meine Hunde zu mir kommen. Und das hilft, den Hunden total einzusch√§tzen, wenn sie eh schon gestresst sind, angespannt sind, was du jetzt gleich mit deiner K√∂rpersprache eigentlich bezweckst.¬†

[00:08:00] – Anja

Du machst also bei jeder Entspannungsma√ünahme, wo du deinen Hund gern unterst√ľtzen m√∂chtest, immer ein Angebot und du bist nicht beleidigt, wenn er das nicht annimmt.

[00:08:13] – Anne

Nein, √ľberhaupt nicht, denn Entspannung kann definitiv nicht erzwungen werden, Ruhe kann erzwungen werden.¬†

Es ist f√ľr die Entspannung kontraproduktiv, wenn wir etwas erzwingen wollen. Alles, was erzwungen ist, verhindert ja die Selbstwirksamkeit, die Kontrolle √ľber das eigene Leben und damit auch die Sicherheit. Das hei√üt, alles, was erzwungen ist, f√∂rdert die Entspannung gar nicht. Entspannung kann nur √ľber Angebote funktionieren. Was wir noch tun k√∂nnen, ist, dass wir auf der f√ľr den Hund unbewussten Ebene bestimmte Elemente mit Entspannung verkn√ľpfen k√∂nnen. Das kennst du auch. Du hast vielleicht den Geruch vom Lieblingsessen, oder? Bei mir gibt es einen bestimmten Geruch, der erinnert mich immer an meine Oma. Das ist der Geruch, wenn man alte B√ľcher aufklappt. Die haben so dieses braune Papier. Und wenn ich das rieche, dann erinnere ich mich immer daran, wie ich bei meinen Gro√üeltern v√§terlicherseits im Ohrensessel gesessen und gelesen habe. Das war immer total gem√ľtlich und kuschelig.

Solche Effekte k√∂nnen wir in der Tat gezielt mit dem Hund aufbauen, indem wir dann, wenn wir wissen, dass er sich gleich entspannen wird, weil er sich z.B. gerade sein Bettchen zusammen scharrt oder weil es einfach seine Schlafenszeit, seine Entspannungszeit ist. Wenn wir dann ganz bewusst Dinge hinzuf√ľgen – ich mag an der Stelle total gerne Waschl√§ppchen mit Entspannungsduft. Ich bin niemand, der den Entspannungsduft direkt am Hund platziert. Aber wir haben z.B. L√§ppchen mit Entspannungsduft in der N√§he oder auch andere Sachen, die du dann einfach, wenn dein Hund sich entspannt hinzuf√ľgst. Das k√∂nnen Worte sein, Objekte, Ber√ľhrungen, die dein Hund mag. Diese kannst du dann in brenzligen Situationen hinzuf√ľgen, um ganz kurz wie so eine Art Ausatmen, Durchatmen zu produzieren. Mehr nicht. Also er ist da nicht so tiefenentspannt wie du nach einem Tag Wandern und Sauna oder so. Aber so hat er eben auf jeden Fall mal ein bisschen durchgeatmet.

[00:10:22] – Anja

Wir können also auf der unbewussten Ebene Maßnahmen setzen und auf der bewussten, auf der Verhaltenesebene. Ein ruhiger Hund ist also nicht gleich ein entspannter Hund. Das heißt, ich kann durch Bewegung meinen Hund entspannen?

[00:10:40] – Anne

Jein. Also ja, ich kann auch durch Bewegung meinen Hund entspannen, aber das muss Bewegung ohne Druck, ohne Zwang, ohne große Regeln sein. Das kannst du dir sicher vorstellen, und auch wieder mit uns Menschen vergleichen: Bei mir ist es Stall ausmisten, Gartenarbeit oder solche Sachen, wo ich so richtig abtauchen kann und mich niemand stört oder z.B. wandern gehen. 

Dar√ľber kann ich meinen Hund nat√ľrlich auch entspannen. Es geht dabei nicht √ľber k√∂rperliche Leistungssteigerung oder √ľber das sogenannte Auspowern in dem Sinne. Wir d√ľrfen Entspannung nicht mit Ersch√∂pfung gleichsetzen. Wenn du deinen Hund bis zum Ultimo auspowerst – vielleicht √ľber einen Sport mit ganz vielen Regeln oder dar√ľber, dass du ihn – das ist mein pers√∂nlicher Graus an der Stelle ganz klar und offen gesagt – am Fahrrad neben dir herlaufen l√§sst. Ich wei√ü, in √Ėsterreich ist es verboten. In Deutschland ist es zumindestens laut Stra√üenverkehrsordnung grenzwertig. Ich wei√ü nicht, wie nun die genauen Urteile sind, aber es geht nicht darum, ihn bis zur k√∂rperlichen Ersch√∂pfung auszupowern, um ihn zu entspannen. Das funktioniert nicht.¬†

Das hei√üt, ich darf k√∂rperliche Ersch√∂pfung nicht mit Entspannung gleichsetzen. Wenn ich den Hund so lange auspowere, dass er vor k√∂rperlicher Ersch√∂pfung einfach nicht mehr kann, dann setzt zwar eine k√∂rperliche Ruhe ein, aber der Sympathikus bleibt aktiv und gleichzeitig verliert der Hund quasi die Kontrolle √ľber seinen K√∂rper, weil er vor Ersch√∂pfung einschl√§ft. Und √ľber diesen Weg ist es so, dass eigentlich dieser Schlaf gar nicht so erholsam ist. Die Tiefschlafphase kann nicht einsetzen, der REM-Schlaf kann nicht einsetzen und damit sorgen wir im Prinzip daf√ľr, dass der Hund in einen Kontrollverlust rutscht. Der f√ľhlt sich nat√ľrlich nicht gut an. Und hat auch nicht die Auswirkungen, wie ein wirklich guter, entspannter Schlaf.¬†

Definitiv ist es ganz wichtig, k√∂rperlich auszulasten und zu stimulieren. Auch ganz wichtig. Aber eben nicht davon ausgehen, dass es Sinn macht, den Hund auszupowern, auszupowern, auszupowern, bis er m√ľde ist, damit er dann ruhig ist. Das hilft nichts, sondern das ist sogar kontraproduktiv und endet in einer ganz furchtbaren Spirale.

[00:13:14] – Anja

Entspannung und Anspannung ist hier sozusagen ein Prozess. Das heißt, es gibt keinen Schalter. Du hast anfangs schon erwähnt, dass manchmal so die Erwartungshaltung da ist. Wenn wir gemeinsam was machen, dann brauchst du die Anspannung, dann bist du da. Bist du 100 Prozent bei mir und dann brauchen wir auch die Aufregung. Wir brauchen die Erregung. Und im Rest der Zeit sei bitte hundertprozentig ruhig und entspannt. Das funktioniert also im Alltag nicht. Wie können wir den Prozess begleiten?

[00:13:47] – Anne

Wir k√∂nnen daf√ľr sorgen, dass der Hund Rituale hat, an denen er jetzt zum Beispiel erkennt, dass in der n√§chsten Zeit keine Interaktion los ist, dass nichts Aufregendes passiert. Und dann wird er, wenn er sich sicher f√ľhlt, auf jeden Fall besser in die Entspannung gleiten.¬†

Wir haben daf√ľr ja die Wohlf√ľhl-Inseln z.B. und die Hunde-Oase, damit der Hund eben anhand der √Ėrtlichkeiten das erkennt oder sich auch zur√ľckziehen kann. Ich denke, wir verlinken dir hier einfach nochmal unseren kostenfreien Mini Kurs dazu und wir haben da drin auch die Ankerpunkte. Und diese Ankerpunkte sind ganz h√§ufig von uns schon ganz unbewusst aufgebaut. Ja, Startpunkte f√ľr Rituale und z.B. sowas wie das Betthupferl am Abend, wenn du dir vielleicht die Z√§hne putzen gehst oder sowas wie die regelm√§√üige F√ľtterung zu einer bestimmten Uhrzeit. Die gibt dem Hund einfach Halt und Sicherheit und auch die Information, wann was passiert. Und so k√∂nnen wir den Prozess begleiten, dass es dem Hund immer einfacher f√§llt. Zu den Zeiten, wo wir sagen „Jetzt kannst du dich in Ruhe entspannen.“, das auch wirklich zu tun.¬†

Das hei√üt, f√ľr den Hund ist es ganz wichtig, dass es ein St√ľck weit einen strukturierten Tagesablauf gibt, anhand dem er das erkennen kann. Das muss nicht unbedingt immer dieselbe Uhrzeit sein und solche Sachen. Aber guck mal auf deinen Alltag, ob du nicht eher so Ankerpunkte schon hast, wenn du willst. Wie gesagt, melde dich an zum Mini Kurs, da erl√§utern wir das Ganze nochmal.¬†

Wir k√∂nnen nat√ľrlich auch den Prozess der Entspannung dar√ľber begleiten, dass wir darauf gucken:

  • Was sind die Bed√ľrfnisse des Hundes.
  • Welche Bed√ľrfnisse sind gestillt.
  • Welche sind vielleicht noch nicht gestellt?¬†
  • Und wie kann ich diese Bed√ľrfnisse mehr oder weniger regelm√§√üig stillen, damit der Hund eben auch entspannt ist?¬†

Und wenn du so einen Hund hast, der z.B. nach dem Gassi Gang nochmal 180 Sachen drauf hat durch die Wohnung, dann wei√üt du, dass du zu dem Thema Ersch√∂pfung neigst und nicht Entspannung. Dann w√ľrde ich z.B. vielleicht weniger drau√üen unterwegs sein. Vor allen Dingen, wenn du einen Hund hast, der sich drau√üen nicht so wohlf√ľhlt, der dort schnell und viel gestresst ist – dann w√ľrde ich die Zeit lieber anders attraktiver f√ľr den Hund verbinden.

Also du brauchst keine Sorge haben, dass du mit Zeit, wo der Hund frei gestalten kann, wo er was macht und ihr keinen Angst-, Aggressions-¬† oder Stressausl√∂ser begegnet, was kaputt machst. Solange du da nicht √ľber die k√∂rperlichen Kr√§fte hinausgehst, bis in die Ersch√∂pfung, ist diese Zeit f√ľr deinen Hund wirklich wertvoll.¬†

Andererseits machen viele, viele, viele Hundehalter viel zu viel in einem Umfeld, in dem der Hund eben viel reguliert werden muss und viel von uns unterst√ľtzt werden muss oder viel kontrolliert werden muss. Und dieses Umfeld? Das sorgt eher f√ľr Ersch√∂pfung als f√ľr Entspannung.

[00:16:59] – Anja

Du kannst also auch bei dir selbst nochmal schauen, wie ist deine Interpretation, ist die korrekt? Hast du bei dem Begriff entspannter Hund einen ruhigen Hund im Kopf? Oder wie schaut es genau aus, wenn dein Hund entspannt ist? Da kannst du nochmal genau hinschauen. Wir freuen uns, wenn du unseren Podcast bewertest. Und nat√ľrlich, wenn du wieder reinh√∂rst. Lies auch gerne mal vorbei. Unseren Blog verlinken wir dir unten in den Shownotes und auch unsere Kan√§le zu den sozialen Medien (Facebook & Instagram). H√∂r mal wieder rein.

Hier gibt es noch mehr auf die Ohren: