Die Brut- und Setzzeit – eine Herausforderung für jagdlich motivierte Hunde.

Wie Du Leinenfrust und Reizüberflutung in Wald und Flur vermeidest.

In dieser Episode ist Ines Scheuer-Dinger zu Gast. Ines ist selbst Jägerin und auf Jagdhunde spezialisierte Hundetrainerin und spricht mit Anne über die große Bedeutung der Brut- und Setzzeit für unsere Wildtiere, aber auch die Herausforderungen, die sie gerade für jagdlich ambitionierte Hunde mit sich bringt.

Du erfährst, wie Du auf das Wohlbefinden unserer Wildtiere Rücksicht nehmen kannst, auch ohne Deinen Hund zu ständigem Leinenknast (wenn nicht von Deiner Ortsverwaltung vorgeschrieben!) zu verdonnern. Und solltest Du in deiner Wohngegend verpflichtet sein, Deinen Hund während der Brut- und Setzzeit an der Leine zu führen, dann gibt Mittel und Wege, dennoch die Spaziergänge anzupassen und zu genießen, ohne dass Frust bei Mensch und Hund aufkommt.

Beispielsweise kann das (je nach Hund) die Gelegenheit sein, neue Gassistrecken wie ruhige Industriegebiete zu erkunden. Du kannst sogenannte Inseln oder Stationen etablieren, wo Du deinem Hund stationär Beschäftigung und Auslastung bietest. Oder ihr lernt gemeinsam, in der Natur zur Ruhe zu kommen und die Eindrücke des Waldes zu genießen – wie das geht, unterrichtet Ines in ihrem Kurs Waldbaden mit Hund. (https://www.waldbadenmithund.de/)

Diese Tipps und Tricks kannst Du aus dieser Episode mitnehmen, wenn Du einen jagdlich motivierten Hund, einen hibbeligen Hund oder generell einen Hund hast, der draußen in der Natur schnell erregt, gefrustet oder überfordert ist:

  • Achte auf Deine Umgebung. Hat der Frühling bereits begonnen? Zu welchen Zeiten oder an welchen Stellen ist das Wild besonders aktiv?
  • Achte auch auf die Körpersprache Deines Hundes: Wann und wo ist Dein Hund besonders aufmerksam, wo geht die Erregung hoch? Welche Verhaltensweisen aus dem Jagdverhalten beobachtest Du? Informiere Dich bei Deiner Gemeinde zu den Bestimmungen zur Brut- und Setzzeit.
  • Trainere frühzeitig, am besten schon in den Wintermonaten, an der Leinenführigkeit und an der Schleppleine. Vielleicht hast Du und Dein Hund auch Spaß an Beschäftigungen wie Suchen oder Dummytraining, die man sehr schön auf Wegen ausüben kann, ohne im Unterholz Tiere aufzuscheuchen.
  • Etabliere Inseln oder Stationen auf euren Spazierstrecken, wo Du Deinem Hund stationär Beschäftigung anbieten kannst, oder wo Ihr gemeinsam lernt, Pause zu machen und die Natur zu genießen.

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