Herausforderung Begegnungstraining.

Fünf Tipps, wie Du Hundebegegnungen meisterst.

In dieser Episode geht es um ein Problem, das viele Hundehalter:innen kennen: Begegnungsprobleme – und wie man sie löst. Das Problem beginnt bereits damit, dass in unserem Menschenkopf eine Hundebegegnung so aussieht, dass wir frontal auf ein anderes Mensch-Hund-Gespann zu- und idealerweise so vorbeigehen, dass die Leine locker bleibt und die Hund sich tunlichst ignorieren. Da das häufig schief geht, wird der Spaziergang zum Spießrutenlauf. Schon allein der Anblick anderer Hunde bringt einen ins Schwitzen, instinktiv nimmt man die Leine kurz, die Leine spannt sich… und der Hund löst aus.

Hast Du schon einmal vom Oppositionsreflex gehört, oder den Spruch „Druck erzeugt Gegendruck“? Wie sich eine gute Leinenführigkeit, also das Laufen an lockerer Leine, auf Hundebegegnungen auswirkt, erfährst Du im heutigen Podcast.

Du hörst, dass für Deinen Hund Begegnungen bereits da anfangen, wo er Artgenossen wahrnehmen kann oder erwartet, und wie Du Dein Training darauf aufbauen kannst, beispielsweise auf den Duftspuren anderer Hunde.

Vielleicht hast Du auch schon gehört, dass Du einer Begegnung nicht ausweichen darfst, damit Dein Hund nicht denkt, er könnte die Führung übernehmen. Wieso ganz im Gegenteil jede ungute Begegnung Dein Training erschwert und Euch in eine Abwärtsspirale führen kann, erklärt Dir Anne in dieser Folge.

Du möchtest das Laufen an lockerer Leine systematisch und strukturiert aufbauen? Dann schau bei unserem vierwöchigen Selbstlernkurs zu Leinenführigkeit vorbei.

Diese fünf Tipps kannst Du aus dieser Episode mitnehmen, wenn Du Hundebegegnungen trainieren möchtest:

  • Trainiere Deine Leinenführigkeit unabhängig von Hundebegegnungen so gut, dass Dein Hund mindestens achtzig Prozent des Spaziergangs nicht der Leine zieht. Schleiche dabei die Belohnungen teilweise aus, bevor Du es im Begegnungskontext trainierst.
  • Trainiere dabei sowohl das lockere Laufen an einer kurzen Leine als auch an einer längeren Leine oder einer Schleppleine. Beides bitte mit einem gut sitzenden Brustgeschirr. Denk dran: längere Leinen müssen immer ans Geschirr, nicht ans Halsband.
  • Übe die Elemente der Hundebegegnungen stationär, also ohne Euch vom Fleck zu bewegen, so dass Du das Problem der Leinenführigkeit hier zunächst ausschließt. Fange dort an, wo Dein Hund Artgenossen riechen und in Ruhe erkunden kann.
  • Suche Dir Gelegenheiten, in den Ihr am Erfolg trainiert, d.h. wo Du weißt, dass Du und Dein Hund die Situation bewältigen könnt.
  • Solltest Du eine Situation geraten, die noch zu schwierig für Euch ist, dann darfst Du die Situation verlassen, und zwar so, wie es für Dich und Deinen Hund am besten ist. Atme danach tief durch und kehre dann an Ort zurück, um dort noch ein paar gute Trainingsschritte zu machen wie das Schnüffeln der Spur des anderen Hundes oder das Laufen an lockerer Leine.

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