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3 Schritte für deinen Start im Begegnungstraining

3 Schritte für deinen Start im Begegnungstraining

Starte jetzt dein Training

Begegnungen sind dir ein Graus und du möchtest sie endlich systematisch und nachhaltig trainieren? Dann höre rein (oder lies das Tranksript) und erfahre:

Was wir auf keinen Fall machen um Begegnungen zu trainieren.

Welche 3 Schritte wir immer trainieren.

Warum diese Reihenfolge so wichtig ist.

Warum die Belohnung eine wichtige Rolle spielt.

In der letzten Episode #30 haben wir über das Thema „Warum haben so viele Hunde Probleme mit Hundebegegnungen“ gesprochen.

Das Thema beschäftigt dich?
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(Bitte beachte, dass wir dich nur freischalten, wenn du die 3 Fragen beantwortest.)

Und, wenn du es ernsthaft und mit Betreuung angehen willst, freuen wir uns über dein Interesse an unserem Programm „Ein echtes Team“!

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3 Schritte für deinen Start im Begegnungstraining

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Transkript zur Podcast Episode:

#31 3 Schritte für deinen Start im Begegnungstraining – Starte jetzt dein Training

 

[00:01] – Anja

Hallo und herzlich willkommen zu unserer neuen Podcast Episode.

Es geht wie versprochen wieder um das Thema Hundebegegnungen. Wenn du die letzte Folge (#30 Warum haben so viele Hunde Probleme mit Hundebegegnungen) noch nicht gehört hast, unbedingt nochmal reinhören. Denn wir gehen heute auf das Thema ein, wie wir im Training vorgehen können, was wir im Begegnungstraining machen können.

Heute machen wir mal etwas ungewöhnlich. Wir beginnen nämlich mit etwas, was wir nicht für sinnvoll halten. Wir beginnen mit einem No-Go. Anne, was ist für uns ein No-Go im Begegnungstraining?

 

NO-GO im Begegnungstraining

 

[00:38] – Anne

Für uns ist das absolute No-Go mit dem Hund in Situationen zu gehen, die er noch nicht meistert oder meistern kann und ihn dort dann, egal ob wir die Situation mit Absicht herbeigeführt haben oder unabsichtlich, zu strafen. Und mit Strafen meinen wir alles, was du auch so gängig unter dem Begriff „Korrigieren“ findest. Dazu gehört für mich:

  • das Anmotzen
  • das Anzischen
  • das an der Leine zupfen oder rupfen
  • das in die Seite piksen
  • das körpersprachliche Blocken und Hemmen
  • das Nutzen von Sachen wie einer Wasserflasche, Trainingsdisk oder noch krasseren Sachen.

Alles wo du den Hund mit dem Verhalten anfangen lässt und dann machst „Ähäh“ oder irgendwie sagst „Nein, so nicht Freundchen“.

3 Schritte für deinen Start im Begegnungstraining
Warum machen wir das nicht? Das hat verschiedene Ursachen.

 

Das erste Grund ist, dass wir sagen, wir strafen damit ein Symptom und nicht die Ursache. Und das Symptom ist ja, sagen wir mal das Verhaltensrepertoire des Hundes, was er aus einem bestimmten Grund zeigt. Und wir helfen ihm damit nicht, sondern wir nehmen ihm damit die Strategie und setzen Deckel auf das Verhalten. Das heißt, es kann sein, dass das Verhalten seltener auftritt oder gar nicht mehr. Was wünschenswert ist. Dem Hund es aber danach in den Situationen schlechter geht als vorher. Oder aber auch, dass sich unter diesem Deckel Dinge anstauen, die sich dann an anderer Stelle, in anderer Situation, wieder entladen. Wir sehen also häufig, dass diese Hunde dann diese Situationen durchstehen, aber z.B.

  • häufigeres Bellen
  • mehr Trennungsstress haben
  • nach Kindern schnappen
  • andere Hunde mobben

oder irgendwelche Verhaltensauffälligkeiten an anderen Stellen entwickeln, wo sie einfach diesen Dampf wieder ablassen.

Der zweite Grund, weshalb wir das nicht tun ist, dass der Hund nicht lernt was er stattdessen tun kann. Das heißt, es ist immer davon abhängig, dass ich darauf achte, ob er es zeigt oder nicht. Und das heißt, dass ich auch permanent in dieser Habachtstellung bleiben muss.

Der dritte Grund ist für mich ein klassischer Werte basierter. Ich finde einfach, dass es sich nicht gehört, den Hund in Situationen mitzunehmen, denen er nicht gewachsen ist und dann auch noch blöd zu ihm zu sein, denn er hat sich diese Situationen und das Leben in diesem Umfeld nicht ausgesucht. Und ich halte diese Sachen daher nicht nur für ineffizient und nicht besonders sinnvoll, sondern ich halte sie nach meinen Werten, und das gilt für unser gesamtes Team, wir halten sie eben für bedenklich bzw. sie passen nicht zu unserem Lebensstil.

[03:45] – Anja

So, nun bist du schon mal sehr gut informiert, warum du etwas nicht machen sollst und du kennst uns ja, wir wollen dir natürlich jetzt etwas an die Hand geben, was du machen kannst, anstelle dessen. Welches Trainingselement ist dabei an erster Stelle wichtig? Was müssen wir als erstes lernen, um da gut einsteigen zu können?

 

Das erste Trainingselement: Ausdrucksverhalten erkennen – Lerne die Körpersprache deinen Hundes zu lesen

 

[04:07] – Anne

Das aller, aller wichtigste, hatten wir ja auch in der vorangegangenen Podcast Folgen schon erwähnt ist, dass du die Körpersprache deines Hundes lesen lernst und dass du quasi lernst zu sehen, bevor er doofe Sachen, man nennt dies unerwünschtes Verhalten, zeigt. Also alles, was dir unangenehm ist, was für irgendjemanden gefährlich, verletzend, bedrohlich ist, ist unerwünscht.

3 Schritte für deinen Start im Begegnungstraining
Vorboten erkennen

 

Und an der Stelle gilt es, die Vorboten zu erkennen. Dies ist auch ein Grund, weshalb wir eben nicht korrigieren, denn häufig fangen wir ja schon an zu korrigieren, wenn ein Vorbote sichtbar ist. Also nehmen wir mal an, dein Hund springt pöbelnd in die Leine, wenn er einen anderen Hund sieht und stellt sich dabei auf die Hinterbeine und bekommt einen richtigen Wutausbruch, dann passiert es unserem Gehirn häufig, dass wir schon anfangen zu korrigieren, wenn der Hund nur den anderen Hund ein bisschen anguckt. Wir können diese Vorboten dadurch kleiner machen, in dem wir sie korrigieren. Wenn wir diese Sachen dann mit „ähäh“ begleiten, dann werden sie kürzer und der Hund wird früher, wenn wir Pech haben, in das unerwünschte Verhalten kippen. Und deswegen ist hier unser Weg genau das Gegenteil. Wir können nicht in die Zukunft bestrafen. Wir können aber im Hier und Jetzt belohnen.

Das heißt, wenn wir sehen, mein Hund guckt den anderen Hund an, dann sagt unser Gehirn vielleicht „Shit, das ist der Vorbote. Gleich geht er wieder los. Das will ich nicht.“ Und jetzt versuchen wir, den Hund wegzuziehen, unfreundlich zu werden, ihm zu sagen, dass wir das nicht wollen. Und das ist genau das Gegenteil von dem, was du tun solltest. Du solltest an der Stelle deinen Hund belohnen dafür:

  • dass er noch steht und glotzt
  • dass er noch nicht in der Leine hängt
  • dass er noch das Richtige zeigt,

denn wenn das kein Vorbote für dich wäre, sondern wenn es das Endverhalten wäre, mit dem er den anderen Hund passieren lassen würde, dann wäre es ja überhaupt kein Problem.

Als aller, allererstem beginne ein Signal aufzubauen, was deinem Hund sagt „Hey, das, was du machst, das ist cool, das ist okay“. Und dafür gibt’s eine Belohnung. Bei uns ist, dass das Markersignal. Wir arbeiten gerne mit einem verbalen Markersignal. Wir arbeiten selten mit dem Clicker aus verschiedenen Gründen. Aber auch der Clicker, den kennst du, das ist auch ein Markersignal. Wir arbeiten jedoch lieber mit Wörtern an der Stelle.

Mit einem verbalen Markersignal und nach dem Markersignal gibt es eine Belohnung und die sagt deinem Hund „Hey stehen und gucken ist ok“, und sagt deinem Hund gleichzeitig, „Der andere ist gar nicht so blöd. Guck mal, wenn du den siehst, dann gibt es dafür sogar was Gutes.“ Somit verändern wir die emotionale Grundlage.

 

Initiieren und Belohnen

 

Und das Dritte ist, dass wir mit der Belohnung die nächste für uns sinnvolle Bewegung des Hundes schon anfangen können zu initiieren, sodass der Hund eine eigene Strategie lernt, wie er sich zu bewegen hat, es von uns was Gutes gibt und die Situation für ihn besser wird.

[07:22] – Anja

Also Punkt 1 Ausdrucksverhalten kennenlernen, Vorboten hernehmen, identifizieren und dann auch belohnen. Und zwar so, dass der nächste Punkt möglich ist. Und zwar geht es darum, wie man sich bewegt.

[07:38] – Anne

Genau.

3 Schritte für deinen Start im Begegnungstraining
Punkt 2 im Training: Verschiedene Laufmuster lernen

 

Dass du also mit deinem Hund lernst, mit dieser ersten Belohnung schon einen Laufmuster zu initiieren, was euch beide jetzt in eine gute Ausgangsposition bringt. Das kann sein, ganz zu Beginn wie im letzten Podcast erwähnt, die komplette Kehrtwendung, also ein U zu laufen, sich komplett umzudrehen und mit dem Hund in die andere Richtung zu gehen, um der Situation aus dem Weg zu gehen. Das ist der allererste Schritt, mit dem man arbeiten kann. Lernt und trainiert mit dem Hund, dass es diese Kehrtwendungen gibt und das in verschiedensten Situationen und verschiedenen Aufregungsstufen.

Du kannst das z.B. machen, nachdem du mit deinem Hund ganz schnell gerannt bist oder bergauf bist, wo du aus der Puste bist, dass du mit ihm übst, in verschiedenen Erregungssituationen in verschiedenen positiv, emotional aufgeladenen Situationen, unter verschiedenen Erregungen und Ablenkungen zu üben. Ein zackiges Umdrehen als U in die andere Richtung gehen. Das ist der erste Schritt und das ist so dein Notfallanker für jede Situation.

Als nächstes empfehle ich dir, mit deinem Hund ein L zu üben. Laufe einen rechten Winkel, indem du einfach mit der Belohnung den Hund in die seitliche Bewegung bringst, um ganz straight im rechten Winkel an den Rand zu gehen und der Situation aus dem Weg zu gehen. Hier gehst du an den Rand, um den anderen passieren zu lassen und im nächsten Schritt kann man dann ein S oder Z, je nachdem wie wendig man ist und wieviel Breite man hat. Auf den anderen Hund anfangen zuzulaufen und dieses in S oder Z Formen, Bögen oder Schlangenlinien auf den anderen Hund zuzulaufen, sorgt dafür, dass dein Hund niemals gerade auf den anderen ausgerichtet ist.

 

Gerade aufeinander zu ist schwierig und bedrohlich für die Hunde

 

Vielleicht weißt du es schon, gerade aufeinander zu, ist häufig das Schwierigste für die Hunde, das Bedrohlichste und das, wo am meisten Anspannung reinkommt. Ein weiterer riesiger Vorteil ist, wenn du dir jetzt mal so ein S bildlich vorstellst, wie du es mit deinem Hund läufst, dass du eben aus dem Bogen von dem S jederzeit abbiegen oder umdrehen kannst, sodass du sagst „Oh nee, heute noch nicht, schaffen wir noch nicht. Wir biegen wieder ab“. Aber wir haben uns z.B. einen Bogen zwei Schritte drauf zugearbeitet und das hat schon mal gut funktioniert. Wir kommen also näher an die Sache ran. Das Ziel ist es dann natürlich, dass du in einem leichten Bogen oder sogar in einem geraden I sozusagen an dem anderen Hund vorbeiläufst. Das ist dann das große Finale und dass du auch da übst, aus dem S heraus, aus dem Z heraus. Ich hoffe, du kannst mit den Buchstaben, wir haben lange überlegt, wie wir dir das praktisch bildlich anleiten, damit es für dich darstellbar ist.

Wenn du dir mal einen Weg, auf einem Blatt mit zwei Linien aufmalst, und da die Buchstaben reinmalst, dann wird dir vielleicht bewusst, wie du auf den anderen Hund zugehen kannst oder auch wie du in der Geruchsspur von einem Hund, der eben noch da war, arbeiten kannst. Da kannst du das nämlich auch alles trainieren, wie z.B. der Hund ist schon weg, du hast ihn passieren lassen und jetzt übst du deine Laufmuster in der Geruchsspur des anderen Hundes, ist eine super Übung. Beim Trainieren immer drauf achten, dass du die Bögen, die Schlangenlinien, all solche Sachen so groß wie nötig machst. Das heißt, dass dein Hund maximal die Vorboten von dem unerwünschten Verhalten zeigt, aber eben nicht das unerwünschte Verhalten selbst.

Jedoch nicht so groß wie möglich, weil sonst flüchtest du vielleicht aus der Situation. Und diese Balance brauchts eben, dass du die Körpersprache deines Hundes gut lesen kannst. Und ganz ehrlich, wenn ich mal so einen richtig bescheidenen Tag habe oder ich bin müde oder ich weiß, meine Hunde haben heute noch viel vor, dann ist es auch mal in Ordnung, den Bogen so groß wie möglich, nicht wie nötig zu machen, um einfach gar nicht in die Bedrohung reinzukommen. Heißt aber auch, dass wir an dem Tag nicht an der Begegnung an sich trainiert haben.

3 Schritte für deinen Start im Begegnungstraining

[11:49] – Anja

Nun hast du gesehen, dass es wichtig ist, Laufmuster zu üben und warum es wichtig ist, S und Z mit sich im Gedanken herumzutragen. Natürlich kann jeder Hund die Laufmuster, es ist ein angeborenes Verhalten. Aber das gemeinsam zu machen ist doch nochmal eine Herausforderung und wenn dann auch noch viele spannende oder auch beängstigende Situationen entstehen, dann ist es wichtig, dass man auf Geübtes zurückgreifen kann.

[12:21] – Anne

Wir verlinken dir deswegen hier nochmal einen Blogartikel, wo wir diese Sachen auch nochmal beschrieben haben. Er ist schon ein bisschen älter, aber ganz frisch überarbeitet, und da findest du auch nochmal Anregungen, wie du das üben kannst.

Lass dir gesagt sein, du wärst der erste Mensch, den wir kennenlernen, der das auf Anhieb hinbekommt. Mit einem guten Leinenhandling, an der lockeren Leine und das noch unter Aufregung, sehe das echt wie Autofahren. Fang an zu üben, zu üben, zu üben, immer mal wieder. Gerade für die Leinenführigkeit kann gerade die S Sache noch ein schönes Warm-up oder Cool down am Anfang und am Ende vom Spaziergang, um den Hund auch gleichmäßig durch zu bewegen und in alle Richtungen mal laufen zu lassen. Also kann man super, super immer mal wieder machen. Ich mache das heute noch mit meinen Hunden regelmäßig, z.B. wenn ich merke, sie sind sehr aufgeregt.

[13:11] – Anja

Ja, bei meinen Hunden ist das so verinnerlicht, dass sie es auch ohne Leine schon zeigen.

[13:17] – Anne

Ja, bei meinen auch.

3 Schritte für deinen Start im Begegnungstraining

[13:19] – Anja

Jetzt haben wir noch das letzte und wichtig Trainingselement für den Fall der Fälle. Was kann ich machen, wenn ich es doch übersehe? Wenn die Situation sich so plötzlich ändert, dass ich so schnell nicht reagieren konnte? Was kann ich dann machen? Was lerne ich dann am besten?

[13:39] – Anne

 

Als 3. Element bauen wir mit unseren Kunden einen sogenannten Verhaltensunterbrecher auf

 

Ganz wichtig, dieser Verhaltensunterbrecher hat rein die Funktion:

  • den Hund in der Vorwärtsbewegung in dem unerwünschten Verhalten kurz zu stoppen
  • kurz innezuhalten, um ihn dann umzulenken
  • uns dazu zu bringen, mit uns in ein alternativ Verhalten zu gehen.

Das heißt, wir achten sehr pingelig darauf, dass unser Hund sich durch den Verhaltensunterbrecher weder bedroht noch gefährdet fühlt. Wenn du dir mal so eine Begegnungssituation vor Augen rufst, meistens laufen die Hunde ein Stück vor uns. Vor allen Dingen bei den plötzlichen Sachen, wenn plötzlich jemand um die Ecke kommt oder so. Oder er plötzlich aus dem Wald rauskommt. Bei der Ecke kannst du noch vorausschauend dafür sorgen, dass dein Hund eben nicht vorläuft.

Wenn jetzt plötzlich aber etwas auftaucht ist es ja meistens so, die Hunde sind vor uns und jetzt stell dir vor, dein Hund weiß, von hinten kommt etwas Dummes. Was wird sein? Er wird die Tendenz haben, schneller nach vorne wegzugehen, um dem Blöden von hinten, dem was ihn erschrickt, auszuweichen. Und genau das wollen wir eben nicht. Das heißt, wir wollen nicht, dass der Hund an der Stelle Angst vor uns oder der Situation bekommt. Wir wollen auch nicht dafür sorgen, dass ihm das sagt „Ey, das ist verboten“, sondern es ist ein reines „Hier geht es jetzt nicht weiter voran“.

Und diesen Verhaltensunterbrecher, den erklären wir hier heute nicht im Detail, weil den bauen wir sehr kleinschrittig und dosiert auf. Denn je nach Hunde Typ ist es wirklich schnell erreicht, dass der Hund sich gehemmt, blockiert und verängstigt fühlt. Und deswegen ist es ganz wichtig, dass man den gut dosiert. Wir bauen es auf, an Geschirr oder Leine, aber es funktioniert hinterher auch. Es wird mit einem Wort Signal verknüpft. Bei uns ist es „Stopp“ und es funktioniert hinterher auch im Freilauf. Es sorgt aber wirklich nur kurz dafür, dass der Hund einen Moment innehält und sich nicht weiter nach vorne bewegt und uns sozusagen die Tür öffnet, zu sagen „Ey, du kannst das auch anders lösen. Wir können zusammen zur Seite gehen. Wir können hier entlang gehen, was auch immer.“

[15:53] – Anja

Wir setzen also auf einen gelernten, geübten Verhaltensunterbrecher, der keine Angst beim Hund auslöst, der ihm ganz konkret sagt, welche Möglichkeiten er hat und mit einem darauffolgenden alternativ Verhalten. Da siehst du den Unterschied zu einer Korrektur zu dem No-Go, ich sage mal ein hingebasertes „Ähäh“ kann Angst auslösen beim Hund und wir wissen nicht, was an der Stelle danach passiert.

 

Es ist ein großer Unterschied, spontan zu reagieren und Verhalten mit irgendeinem unbedachten Mittel zu unterbrechen oder ein strukturiertes Trainingselement zu nehmen und konkret in ein alternatives Verhalten zu überführen

 

[16:37] – Anne

Sehr schön und ergänzend zu dem, was Anja gerade so toll zusammengefasst hat.

Häufig wird auch das „Ähäh“ oder das „Nein“ aufgebaut, z.B. dadurch, dass der Hund Futter in der offenen Hand sieht und die sich dann verschließt. Überleg dir mal, welche Transferleistung es ist, dass von der Futterhand auf die Hundebegegnung über zu bringen. Da geht es um komplett andere Motivationen, um komplett andere Bewegungen.

Deswegen ist es uns so wichtig, dass wir den Verhaltensunterbrecher kombinieren mit der Einschränkung der Vorwärtsbewegung, einer kurzen Einschränkung der Vorwärtsbewegung. Denn das ist doch das, was wir in der Hundebegegnungen brauchen. Wir brauchen den Hund, der sich nicht nach vorne stürzt, der sich nicht zügig nach vorne bewegt, sondern der die Tendenz hat, an Ort und Stelle zu bleiben oder sogar noch besser mit uns auszuweichen.

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[17:27] – Anja

Und wir haben noch einen Bonus Tipp für dich.

 

Unser Bonustipp für dich

 

[17:31] – Anne

Achte bei den Belohnungen darauf, dass du sehr flexibel belohnst und dass du drauf schaust, was wirklich die Bedürfnisse deines Hundes sind und hier nicht einfach mit Futter versuchst abzulenken. Futter ist eine super Belohnung, die dem Hund eine gute Richtung vorgibt. Aber wir wollen eben nicht durch die Situation dauernd durchfüttern.

Deswegen ist es uns auch so wichtig, dass der Hund den anderen Hund wahrnimmt. Und ganz wichtig, weil dies für mich ein mega Learning war. Ich habe mir immer gedacht, warum stagniert denn mein Training mit der Nayeli in den Begegnungen? Das Weggehen muss doch sich für sie gut anfühlen. Wie du beim letzten Podcast schon gehört hast ist, wenn dein Hund Aggressionsverhalten gegenüber anderen zeigt oder Neugierverhalten zeigt und dann frustriert ist, weil die Leine ihn einschränkt, dass weggehen keine Belohnung ist. Das heißt, wenn du die Laufmuster mit deinem Hund übst, achte immer darauf, dass beim Weggehen und beim Abwenden, immer eine Honorierung von dir noch on top gibt oder irgendetwas anderes Gutes dazu.

[18:35] – Anja

Das war eine wichtige Ergänzung. Und ich darf dir verraten, auch in unserem nächsten Podcast wird es nochmal um Hundebegegnungen gehen.

[18:46] – Anne

Allerdings um das andere Ende der Leine.

[18:50] – Anja

Ja, wir greifen mal deine Bedürfnisse, Wünsche, Erwartungen auf und versuchen dir da Hilfestellung zu geben.

 

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