Antibellhalsbänder – die einfache Lösung?

Wie Du Deinem Hund das Bellen abgewöhnen kannst.

Die Leute mit bellfreundigen Hunden kennen es – das Gefühl, wenn einem das Bellen durch Mark und Bein geht. Wegen jeder Kleinigkeit oder sogar ohne (erkennbaren) Grund. Man möchte einfach nur, dass es aufhört.

Antibellhalsbänder versprechen die einfache, schnelle Lösung, ähnlich wie nass spritzen mit der Wasserflasche oder andere Schreckreize. Aber was machen sie mit Deinem Hund? Wie wirkt sich der Einsatz dieser Methoden auf Eure Beziehung aus?

Anne und Anja sprechen mit Anke, die ihre Ausbildung zur Verhaltensexpertin bei Anders mit Hund macht und ihres Zeichens Halterin eines Collies ist, einer bellfreudigen Rasse par excellence. Freddy geht von Null auf Hundert, das kleinste Geräusch, die winzige Bewegung im Garten triggert ihn. Bevor Anke mit Ein echtes Team anfing, versuchte sie auf einen Ratschlag hin, dem Gebell mit der Wasserspritze beizukommen – was überhaupt nichts half, im Gegenteil.

Die Trainerinnen beleuchten, wie und wann Schreckreize wirken – und warum sie oft nicht in dem Sinne funktionieren, dass sie das unerwünschte Verhalten tatsächlich abstellen. Du erfährst, welchen Trainingsweg Anke bei Anders mit Hund eingeschlagen hat, und wie es dazu kam, dass Freddy nun nicht mehr direkt in die Scheibe springt, sondern eine viel längere Zündschnur bekommen hat. Mehr zu den Wirkmechanismen von Belohnung und Strafe findest Du im Onlinevortrag Süßes, sonst gibt es Saures.

Außerdem sprechen Anja, Anne und Anke darüber, wie sie damit umgehen, wenn sie Ratschläge bekommen nach dem Motto: „Du musst endlich hart durchgreifen“. Gerade Hundegebell ist ein heißes Thema in Mehrfamilienhäusern oder kann zum Streit mit den Nachbarn führen. Erst kürzlich gab eine Podcastfolge, die sich dem Thema Wenn alle es immer besser wissen widmet.

Bellt Dein Hund auch ständig? Diese Tipps kannst Du aus dieser Episode mitnehmen — mehr Tipps gegen Hundegebell gibt es übrigens in diesem Blogartikel:

  • Anstatt das Bellen zu verbieten, überlege Dir: Was soll Dein Hund tun? Geht dem Bellen etwas voraus, das für Dich noch ok ist? Dann belohne und fördere das erwünschte Verhalten – vor jedem Nein ein Ja!
  • Beobachte Deinen Hund – welchen Einfluss hat die Tagesform darauf, wieviel Dein Hund bellt? Ist er zu manchen Zeiten empfindlicher als zu anderen? Hatte er vielleicht Stress auf dem Spaziergang?
  • Trainiere gezielt – und wenn Dein Hund gerade dünnhäutig ist, oder Du keine Zeit und Lust zum Trainieren hast, betreibe Management. Anke lässt dann einfach die Rollos herunter oder macht Entspannungsmusik an, wenn Freddys Nerven blank liegen.
  • Stichwort Nerven: Arbeite an der Entspannung. Setze Entspannungsduft und/oder -musik ein, oder baue isometrische Übungen auf.

Beitrag teilen: