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Welpen - 5 Dinge für den gut vorbereiteten Einzug

Welpen – 5 Dinge für den gut vorbereiteten Einzug

Sie sind süß, sie sind flauschig und sie haben verdammt spitze Zähne. So mancher Welpe verwandelt sich zum Gremlin, ohne nass zu werden!

Der häufigste Grund, weshalb Welpenbesitzer sich an mich wenden

Selten ist es die Stubenreinheit oder andere erwartete Themen. Viel öfter zeigt der Welpe Verhaltensweisen, die unangenehm sind oder Sorge bereiten: 

Er 

kneift, kratzt oder beißt.

kommt nicht zur Ruhe.

weint oder bellt. 

springt alles an.

zerkaut Gegenstände.

Die neuen „Welpeneltern“ haben tiefe Ringe und arge Kratzspuren und der kleine Knopf ist einfach nur noch ein Nervenbündel. Damit dir das nicht passiert, schreibe ich diesen Artikel. In der Hoffnung, dass wir uns niemals zu diesem Thema kennenlernen!

Welpen - 5 Dinge für den gut vorbereiteten Einzug

Welpen machen Arbeit

So süß und knuddelig sie sind: Sie machen Arbeit! Und zwar eine Menge. Nicht nur, dass du ab sofort permanent deine Aufmerksamkeit teilen, Pippi wischen und Fernbedienungen retten musst. Du wirst auch perforierte Nächte, Sorgen und eine Menge Herzschmerz haben. 

Früher habe ich regelmäßig Welpenwürfe aufgenommen, vor allem die ohne Mutter. Jedes Mal bin ich mit riesigen Herzen in den Augen in die Aufgabe gegangen. Jedes Mal war ich danach einfach nur müde und platt. Von den Spuren auf unseren Böden, an unseren Möbeln und Wänden und den Diskussionen mit meinem Mann darüber ganz zu schweigen. 

Doch andererseits ist gerade diese erste Zeit so wunderbar und schön. Die Welt mit deinem Hund noch einmal ganz neu zu entdecken ist unglaublich bereichernd. 

Worauf du bei der Auswahl eines Hundes achten solltest, machen wir zu einem anderen Zeitpunkt. Heute gehen wir einfach mal davon aus, dass der Entschluss eh steht und der Einzug unmittelbar bevorsteht. 

Deinem Welpen und dir steht eine aufregende Zeit bevor. Du darfst ihn kennenlernen und dein Leben auf den Kopf stellen lassen. Für ihn bricht alles weg, was bisher Sicherheit und Vertrauen gab. 

Wenn es nach mir geht, kommt dein Welpe aus einer guten Kinderstube (was nicht unbedingt Züchter heißt) und darf bis zur 12. Woche mit seinen Geschwistern und seiner Mutter zusammen sein. 

In einer Untersuchung in 2017 fand man heraus, dass Trennungen vor der 12. Lebenswoche u.a. Trennungsängste im erwachsenen Alter wahrscheinlicher machen. Wenn dein Welpe also in einem guten Umfeld die ersten Wochen verbringen darf, kannst du hier bereits eine Prophylaxe gegen Trennungsstress betreiben. 

Ehe wir zu den fünf Maßnahmen für den gelungenen Einzug kommen, noch eine Ergänzung: Dieser Artikel ist eine Anregung! Natürlich beinhaltet er nicht alle Aspekte, sondern die 5 Dinge, die für uns häufig Schlüssel zum Erfolg waren und zugleich regelmäßig vergessen werden. 

Welpen - 5 Dinge für den gut vorbereiteten Einzug

1. Vertraute Sachen für deinen Welpen

Wenn du einen guten Kontakt zu seiner Aufzuchtstelle hast, kennt er dich vielleicht ein wenig. Frage doch nach, ob es möglich ist, dass er schonmal Geruchsartikel von dir bekommt. Zum Beispiel Handtücher oder getragene T-Shirts. 

Umgekehrt bekommt er vielleicht etwas Vertrautes mit, was du ihm zur Verfügung stellen kannst – eine Decke, einen Entspannungsduft z.B.. All das mildert und unterstützt. Natürlich ist das – je nach Wurfgröße – nicht ganz einfach umzusetzen, doch je mehr Vertrautes am Anfang da ist, desto besser. Das gilt auch für Abläufe und den Umgang.  

Sprich daher unbedingt mit seinen bisherigen Menschen: 

Was kennt er?

Gibt es vertraute Rituale oder Abläufe? Wenn ja, behalte diese erst einmal bei. Du kannst sie nach und nach verändern.

Wie war sein Schlafplatz bisher? Hatte er eine „Höhle“ mit weichen und kuscheligen Elementen? 

Wenn du etwas nachbauen oder ähnlich gestalten kannst, ist das spitze!

Welpen - 5 Dinge für den gut vorbereiteten Einzug

2. Aufräumen ist die Mutter der Porzellankiste

Damit es für euch eine gute erste Zeit wird, räume deine Wohnung auf, verstaue alles sicher. Fernbedienungen, Kabel, Deko: WEG DAMIT. 

Wenn du keine Idee hast, was du alles in Sicherheit bringen musst, sprich mit Müttern von Krabbelkindern oder schau mal durch den IKEA Katalog, was es alles zum Sichern gibt. Die Kinderabteilungen werden eh deine Lieblingsshoppingecken in den kommenden Wochen! 

Ich liebe zudem die Hunde-Oase für Welpen. Dieser Bereich ist frei von Verletzungsrisiken und enthält nichts, was nicht kaputt gehen darf. Mehr Infos findest du in unserem kostenfreien Mini-Kurs.

Die Hunde-Oase ist zudem ein idealer Ort, für die Momente in denen du nicht achtsam sein kannst! 

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3. Zeit für dich und deinen Welpen

Wische den Kalender leer. Am Anfang brauchst du vor allem Zeit und Gelassenheit für deinen Zuwachs. Alle Verabredungen, Termine und Besuche, die nicht zwingend notwendig sind, gehören abgesagt.

Nicht nur, dass diese Termine für dich mit einem Welpen zu einer echten Herausforderung werden können. Gerade in den ersten Wochen sollte dein Welpe die Menschen kennenlernen, mit denen er jeden Tag verbringt. 

Seine Kapazitäten an Lernvermögen, Aufmerksamkeit und auch den Bedürfnissen nach Interaktion und Berührungen sollte auf angenehme Weise von diesen Menschen erfüllt werden. Es geht ja in erster Linie um eure Beziehung. 

Deine Nichten und Neffen kann er später kennenlernen, auch wenn er dann vielleicht nicht mehr so tapsig ist. Du trägst primär die Verantwortung für ihn und ein freundlich bestimmtes „NEIN“ zu den Menschen, die ihn sofort kennenlernen und vielleicht sogar anfassen wollen, übt dich sofort darin für ihn einstehen zu lassen. 

Je ruhiger du es angehen lässt, desto weniger musst du hinterher ausbügeln. Erst einmal sind du und deine Mitbewohner:innen dran und dann kannst du Stück für Stück erweitern. Überlege dir: Mit wem sollte er unbedingt eine super Beziehung haben? Wer gehört zu eurem täglichen Leben? Lege den Fokus darauf.

Welpen - 5 Dinge für den gut vorbereiteten Einzug

4. Routinen retten euch die Nerven

Erstelle einmal einen Tagesablauf: Wie sieht dein klassischer Tag aus? Beobachte dich und deine Familie für eine Woche und du weißt, was dein Welpe alles lernen muss bzw. wann es zu Konflikten kommen kann.

Wo musst du außer Haus?

Kann er mit? Wieviel Zeit hast du dann?

Kann er schon Auto fahren? 

Sind dort viele andere Menschen, Hunde oder Reize?

Hast du auf dem Weg dahin für Schneckentempo Zeit oder kennt er es, getragen zu werden?

Wer kann ihn alternativ beaufsichtigen und versorgen, wenn du ihn nicht mitnehmen kannst? 

Wer kann vielleicht dafür sorgen, dass du nicht weg musst?

In welchen Momenten fällt es dir schwer, auf ihn zu achten? Das kann von der Toilette über das Kochen oder das Anziehen deiner Kinder sein.

Oft sind es genau diese alltäglichen Momente, die uns stressen, genervt sein lassen und die Grundsteine für unerwünschtes Verhalten legen. Dabei sind genau diese so wunderbar vorhersehbar und damit auch leicht zu strukturieren und zu trainieren. 

Mit ein paar durchdachten Ritualen kommst du hier richtig schnell voran! 

Meine absoluten Highlights:

Der Aufbau der Hunde-Oase für alle Momente, in denen ich den Welpen nicht meine Aufmerksamkeit geben kann und mag. Hier lernt er, sich selber zu beschäftigen, ist absolut sicher und kann sich zurückziehen. Je früher du beginnst, desto schneller geht es. Die ersten Schritte findest du im kostenfreien Mini-Kurs „Vom Problemhund zum besten Freund“

Schnüffeln-Teppiche an wichtigen Stellen, z.B. der Garderobe. Alles zieht sich an oder aus? Super, dein Welpe kann in der Zeit ein paar Kekse aufsammeln. Darüber kannst du ein gutes Warte-Ritual aufbauen, das für beide Seiten einfach umzusetzen ist. Es lässt sich super transportieren und in verschiedenen Situationen einsetzen.

Betthupferl – Überlege dir von Anbeginn ein Ritual zum ins Bett gehen, was du unmittelbar machst, ehe du zur Ruhe kommst. So kann dein Hund lernen, dass danach alle Action vorbei ist und ihr gemeinsam entspannt. 

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5. Wer alleine schläft, schläft schlechter

Es gibt Untersuchungen die zeigen, dass Gruppentiere, die alleine schlafen müssen schlechter Schlafen. Das Sicherheitsbedürfnis ist in Gefahr und die Isolation, besonders für Welpen, eine bedrohliche Situation, die sogar auf die vorangegangenen Momente strafend wirken kann. 

Nicht selten fahren Welpen deswegen am Abend, wenn sie merken, dass die Familie ins Bett geht, besonders hoch. 

Darf dein Welpe mit im Schlafzimmer schlafen? Oder schläfst du in der ersten Zeit bei ihm? Wenn ja: Kannst du da gut schlafen?

Richte euch beiden einen Schlafplatz her, der euch eine gute Nachtruhe beschert! 

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