Hundetraining und Hundetrainerausbildung

Warum „Hundetraining“ irreführend ist, wir aber dennoch eine „Hundetrainerausbildung“ anbieten

Schon während meiner Hundetrainerausbildung bei CumCane® war mir klar, dass der Begriff „Hundetrainerin“ es einfach nicht trifft. Der Begriff Hundetrainerin impliziert, dass ich Hunde anleite, etwas zu tun. Das ist bei mir jedoch selten der Fall. Einige von uns haben daher den Begriff „Trainerin für Menschen mit Hund“ gewählt. Schon passender, aber für mich immer noch nicht korrekt.

Warum mache ich eine Hundetrainerausbildung, nenne mich aber ungern Hundetrainerin?

Meine Kollegin Anja und ich haben schon oft darüber diskutiert und gegrübelt, doch ein wirklicher treffender Begriff fehlt uns. Zum Glück sind wir beide uns darin einig, dass Titel überschätzt werden und die eigentliche Tätigkeit dahinter zählt.

Und wir wissen: Eine Hundetrainerausbildung ist nur die halbe Miete. Wissen allein reicht nicht, es muss angewandt und weiterentwickelt werden, damit es wirklich nützlich ist. Das ist ein Grund, weshalb wir uns so viel fortbilden und unsere Angebote und Programme stetig weiterentwickeln. 

Hundeschule und Hundetraining sind Begriffe, die bei uns Menschen schnell das Bild in den Kopf machen, dass es sich um Abfolgen von Übungen, ein Prozedere nach dem immer gleichen System und Rezept gibt und das Resultat maßgeblich von dem Absolvieren der Übungen abhängig ist.

Hundetraining und Hundetrainerausbildung

Wie sieht denn eine Zusammenarbeit aus, wenn Hundetraining nicht passend ist?

Keine Sorge, der Aspekt des Hundetrainings kommt bei uns nicht zu kurz. Im Gegenteil: Ich liebe es, Mensch-Hunde-Teams direkt anzuleiten und die Veränderungen beobachten zu können. Das ist ein Grund, weshalb wir so oft die Trainingswochen stattfinden lassen. 

Doch unsere Aufgabe ist es nicht alleine, die Übungen anzuleiten. Dazu gesellen sich eine ganze Reihe weiterer wichtiger Aspekte:

Wir vermitteln dir unser Wissen.

Aufbereitet für dich und deinen Hund, mit hohem Praxisbezug und soviel, wie du wissen willst. Wissensvermittlung und Anwendung finden im stetigen Wechsel statt. Damit du Stück für Stück mindestens soviel weißt, dass ihr eigenständig durch den Alltag geht. 

Wir beraten dich.

Im Laufe der Zusammenarbeit tauchen immer wieder allgemeine Fragen rund um den Hund und den Umgang auf. „Was ist besser, wenn..?“ Oder „Worauf achte ich, wenn…?“

Außerdem schauen wir uns natürlich über Videos und Protokolle oder live vor Ort alle Aspekte an, die wir für den bestmöglichen Erfolg als wichtig erachten und beraten dich, wenn wir Änderungsbedarf sehen. 

Wir coachen dich.

Manchmal weiß man selber scheinbar nicht, wo lang es gehen soll. Als Coaches stellen wir dir Fragen, damit du klarer siehst und weißt, in welche Richtung es gehen soll. 

Wir bereiten dich vor und vermitteln dich weiter.

Wir kennen unsere Grenzen. Wir sind weder Ernährungsspezialistinnen, noch Tierärztinnen (okay, ein Teil des Teams schon). Manchmal sehen wir es, als notwendig an, dich und deinen Hund an einen Experten zu überweisen. Wir helfen dir bei der Vor- und Nachbereitung, geben dir Fragen mit und manchmal dolmetschen wir auch bei den Ergebnissen.

Wenn dich interessiert, was unserer Meinung nach dazu gehört, wenn du Verhalten nachhaltig ändern willst, lausche doch unserer Podcast-Episode #06 – „Warum Training alleine nicht reicht um Verhalten zu verändern.“

Hundetraining und Hundetrainerausbildung

Es dreht sich alles um dich!

Merkst du es? Auch wenn wir Hundetrainerinnen sind: Es dreht sich alles um den Menschen. Ohne dich und deine Unterstützung können wir keine dauerhaften Veränderungen erzielen. Da hilft auch eine Hundetrainerausbildung nichts. 

Das bedeutet, wir müssen das Wissen um den Hund besitzen, selber Trainingserfahrungen gesammelt und Fehler gemacht haben und geben es dir dann weiter. Hundetrainerin ist also ein Beruf, in denen man mit Menschen arbeitet. Anders als eine Tierärztin oder Tierphysiotherapeutin legen wir selten selber Hand an. 

Es ist also kein Training, sondern vielmehr ein Prozess den wir in verschiedenen Rollen begleiten. 

Warum bieten wir dennoch eine Hundetrainerausbildung an?

Ganz einfach, wir haben noch keinen besseren Begriff gefunden!  Vielleicht hilfst du uns dabei? Wir freuen uns auf deine Vorschläge. 

In unserer Hundetrainerausbildung lernen die Teilnehmer:innen:

Rund um den Hund, z.B. 

Ausdrucksverhalten zu lesen und zu interpretieren

Ethogramm, Funktionskreise von Verhalten

Emotionen und Prozesse im Hundekörper

Lernprozesse und Trainingslehre 

Verhaltensentwicklung 

Anatomie, Gesundheit und Grundsätze der Haltung

Rund um den Menschen 

Coaching, Wissensvermittlung, Beratung und Training als Methoden 

Lernverhalten von Menschen 

Kommunikation, Gesprächsverhalten und Anleiten

Umgang mit Konflikten 

Rund um das Training

Übungen zur Veränderung von Verhalten 

Werkzeuge um Kompetenzen, wie Impulskontrolle, zu trainieren

Trainingstechniken und deren Anwendungsgebiete 

Hilfsmittel 

Planung, Durchführung und Reflexion von Einheiten als Hundehalter:in und als Trainer:in

Hundetraining und Hundetrainerausbildung

Dabei nehmen sie unterschiedliche Rollen ein, sind Coaches, Trainer:innen, Berater:innen, Wissensvermittler:innen und Prozessbegleiter:innen.

Und schlussendlich begleiten wir die Teilnehmer:innen optional auch noch in die Selbstständigkeit.

Hast du eine Idee, wie wir die Hundetrainerausbildung nennen sollten? Wenn ja, immer her damit! Wir freuen uns, denn unsere beste Idee war bisher „Spezialistin für Mensch-Hunde-Teams“ und das klingt doch arg holperig!

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